Ratgeber
Akkusauger-Akku richtig laden und lagern
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Kurz gesagt
Lithium-Ionen-Akkus altern vor allem durch Hitze, durch lange Zeit bei vollem Ladestand und durch Tiefentladung. Laden Sie den Akku bei Zimmertemperatur mit dem Original-Ladegerät, lassen Sie ihn nach dem Boost kurz abkühlen und lagern Sie ihn bei längeren Pausen kühl und trocken mit mittlerem Ladestand. Die Ladestation dürfen Sie im Alltag nutzen, da die Elektronik das Laden steuert.
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Der Akku ist das Teil im Akkusauger, das am stärksten altert und am meisten kostet. Diese Seite erklärt verständlich, was im Inneren eines Lithium-Ionen-Akkus passiert, welche Gewohnheiten ihm schaden und welche ihn schonen. Sie richtet sich an alle Besitzer eines Akkusaugers, egal ob Dyson, Bosch, Shark, Tineco oder eine andere Marke. Herstellerspezifische Funktionen wie Akkuschutzmodi finden Sie in der Anleitung Ihres Geräts.
Warum Akkus überhaupt altern
In jedem Lithium-Ionen-Akku laufen auch dann chemische Nebenreaktionen ab, wenn er nicht benutzt wird. Sie verbrauchen nach und nach aktives Material und erhöhen den Innenwiderstand. Die Folge: weniger nutzbare Energie und eine Spannung, die unter Last schneller einbricht.
Man unterscheidet die kalendarische Alterung, die einfach mit der Zeit geschieht, und die zyklische Alterung durch Laden und Entladen. Beide werden durch Wärme beschleunigt. Deshalb ist Temperatur der wichtigste Hebel, den Sie selbst in der Hand haben.
Hitze: der größte Feind
Im Boost-Modus fließt ein hoher Strom, der Akku erwärmt sich deutlich. Wird er direkt danach geladen, kommt weitere Wärme hinzu. Viele Geräte warten deshalb automatisch, bis der Akku abgekühlt ist, bevor sie mit dem Laden beginnen. Das ist kein Fehler, sondern Schutz.
Vermeiden Sie Ladeplätze neben Heizkörpern, Backofen oder in praller Sonne. Auch ein heißes Auto im Sommer ist kein guter Ort, um einen Akkusauger dauerhaft zu lagern. Mehr zum Saugen im Fahrzeug lesen Sie unter Auto mit dem Akkusauger aussaugen.
Richtig laden im Alltag
Für die tägliche Nutzung ist es praktisch und unproblematisch, das Gerät nach dem Saugen in die Halterung oder Station zu stellen. Die Ladeelektronik beendet das Laden bei vollem Akku. Wichtig ist, dass das Netzteil zum Gerät gehört.
Wer selten saugt, etwa einmal pro Woche, kann den Sauger auch ohne Dauerladung lagern und erst vor dem Einsatz laden. Manche Hersteller bieten eine Einstellung, die den Akku nur teilweise lädt. Ob Ihr Modell das kann, steht in der Anleitung.
- Nur das Original-Ladegerät oder ein freigegebenes Netzteil verwenden.
- Nach intensivem Boost einige Minuten abkühlen lassen.
- Bei Zimmertemperatur laden, nicht im kalten Keller oder in der Sonne.
- Den Akku nicht wochenlang völlig leer liegen lassen.
Hinweis:Akku-Hinweis: Beschädigte, aufgeblähte, verformte oder ungewöhnlich heiße Akkus sofort aus dem Gerät nehmen, nicht mehr laden und über eine Sammelstelle entsorgen. Akkus nie öffnen.
Lagern bei längeren Pausen
Fahren Sie in den Urlaub oder nutzen Sie ein Zweitgerät nur im Sommer, lagern Sie den Akku am besten mit mittlerem Ladestand. Ein voll geladener Akku altert bei langer Lagerung schneller, ein völlig leerer Akku kann in eine Tiefentladung rutschen, aus der ihn die Elektronik nicht mehr aufweckt.
Ein kühler, trockener Raum ist ideal. Prüfen Sie den Ladestand bei sehr langen Pausen alle paar Monate und laden Sie kurz nach. Wechselakkus lagern Sie getrennt vom Gerät mit abgedeckten Kontakten.
| Situation | Schadet | Schont |
|---|---|---|
| Temperatur beim Laden | Heizung, Sonne, heißes Auto | Zimmertemperatur |
| Nach dem Boost | sofort warm laden | kurz abkühlen lassen |
| Lange Pause | monatelang voll oder leer | mittlerer Ladestand, kühl |
| Netzteil | fremdes Ladegerät | Original-Ladegerät |
Kälte, Transport und Wechselakkus
Auch Kälte setzt dem Akku zu, allerdings anders als Hitze. Bei niedrigen Temperaturen liefert er weniger Leistung, und Laden unter dem Gefrierpunkt kann die Zellen dauerhaft schädigen. Bringen Sie einen kalten Akku, etwa aus Garage oder Wohnmobil, vor dem Laden erst auf Zimmertemperatur. Wie das unterwegs klappt, steht unter Akkusauger im Wohnmobil.
Besitzen Sie zwei Akkus, wechseln Sie sie regelmäßig ab, statt einen dauerhaft in der Schublade liegen zu lassen. So altern beide gleichmäßig. Beim Transport schützen Sie die Kontakte vor Metallteilen wie Schlüsseln oder Münzen, um Kurzschlüsse zu vermeiden. Ein gefallener Akku mit Rissen oder Dellen gehört nicht mehr ins Gerät.
Laufzeit sinkt: normal oder defekt?
Ein langsamer Rückgang der Laufzeit über Jahre ist normal. Bricht die Laufzeit plötzlich ein oder schaltet das Gerät unter Last abrupt ab, kann ein Defekt oder eine verstopfte Luftführung dahinterstecken. Schauen Sie zuerst in Dyson geht immer wieder aus, die Ursachen gelten auch für viele andere Marken.
Ist der Akku tatsächlich verbraucht, hilft ein Ersatzakku. Wie Sie dabei Wattstunden vergleichen, zeigt der Wh-Rechner. Für Dyson finden Sie die Anleitung unter Dyson-Akku wechseln. Geräte mit Wechselakku stellt der Ratgeber Akkusauger mit langer Laufzeit vor.
Häufige Fragen
Darf der Akkusauger dauerhaft in der Ladestation stehen? Ja, die Ladeelektronik beendet das Laden bei vollem Akku. Wichtig sind ein kühler Standort und das Original-Netzteil.
Soll ich den Akku vor dem Laden ganz leer saugen? Nein. Lithium-Ionen-Akkus haben keinen Memory-Effekt. Teilentladungen sind unproblematisch.
Warum lädt mein Akkusauger direkt nach dem Saugen nicht? Viele Geräte warten, bis der Akku abgekühlt ist. Das schont die Zellen und ist normal.
Wie lagere ich einen Zweitakku? Getrennt vom Gerät, kühl und trocken, mit mittlerem Ladestand und abgedeckten Kontakten.
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